Sport bei Erkältung – Auskurieren und Imunsystem stärken


Erkältung auskurieren

Eine Erkältung auskurieren

Bei einer Erkältung oder einer Grippe sollte auf Sport verzichtet werden. Training hält gesund aber nicht, wenn man angeschlagen ist. Dann kann starke körperliche Anstrengung lebensgefährlich werden (Herzmuskelentzündung). Ein bisschen Schnupfen ist sicherlich nicht störend, beim Training. In dem Fall ist Sport sogar förderlich, weil dadurch die Durchblutung im ganzen Körper verbessert wird, wodurch auch die Nasenschleimhäute profitieren. Wenn es eine richtig starke Erkältung ist, sollte man dem Körper eine Pause gönnen und so lange auf Sport verzichten, bis man den Infekt auskuriert hat.

Das Immunsystem benötigt die zur Verfügung stehenden Reserven, zur Bekämpfung der Viren. Körperliche Anstrengung würde das Immunsystem zusätzlich belasten und kann eine schnelle Genesung behindern.

Folgende Themen findest Du in diesem Artikel

  • Wodurch entsteht eine Erkältung oder ein grippaler Infekt
  • Symptome einer Erkältung
  • Erkältung und einhergehende Viruserkrankungen
  • Welche Folgen drohen bei Sport während einer Erkältung?
  • Symptome einer Herzmuskelentzündung
  • Bei Herzmuskelentzündung: Mehrere Monate Pause einplanen
  • Dem Körper Zeit geben
  • Nach einer Erkältung langsam starten
  • Weitere Tipps um einer Erkältung vorzubeugen
  • Das Immunsystem stärken
  • Den Kreislauf in Schwung bringen

Jetzt nur nicht krank werden

Man kommt gut voran, das Training läuft super, doch dann ist es passiert, erst das Kratzen im Hals, dann der Husten. Die Erkältung nimmt ihren Lauf und Sport? Darauf sollte einige Zeit verzichtet werden. Was tun bei Erkältungskrankheiten, warum pausieren und wie lange…

Wodurch entsteht eine Erkältung oder ein grippaler Infekt

Neueste Studien belegen, dass eine Vielzahl Faktoren daran beteiligt sind um sich eine Erkältung einzufangen. Kälte ist nur einer von vielen Punkten, weitere Punkte sind, Schwächung des Immunsystems durch Vitamin-D-Mangel, bedingt durch weniger Sonnenstunden im Winter (Vitamin-D wird in der Haut durch Sonnenlicht produziert). Trockene Heizungsluft, die die Schleimhäute austrocknet, generell Kälte, die die Durchblutung verschlechtert und somit den Transport von weißen Blutkörperchen behindert. Diese gesamte Verkettung kann eine Erkältung begünstigen.

Symptome einer Erkältung

Der Infekt läuft in verschiedenen Phasen ab. Meist beginnt es mit einem Kratzen im Hals, darauffolgenden Halsschmerzen und Heiserkeit. Zur gleichen Zeit tritt der Schnupfen auf. Meist dicht gefolgt von Gliederschmerzen und Fieber. Was tun? Wenn Hausmittel nicht mehr helfen, ist der Gang zum Arzt unumgänglich.

Erkältung und einhergehende Viruserkrankungen

Sind die Symptome einer Erkältung oder eines grippalem Infekts da ist Vorsicht geboten. Vor allem wenn Fieber mit im Spiel ist. Starke körperliche Aktivität kann die Viren dazu veranlassen im Körper umherzuwandern und damit schlimmsten Falls zum Herz. Ist das Immunsystem nicht mehr in der Lage die Viren abzuwehren und wandern diese zum Herzen kann eine Herzmuskelentzündung die Folge sein. Die Herzmuskelentzündung (Myokarditis) ist lebensgefährlich.

Erkältung auskurierenSport ist gesund, hält fit und jung – keine Frage. Doch es gibt auch Situationen im Leben eines Menschen, in denen man von sportlichen Betätigungen absehen sollte. Bei einer solchen Situation handelt es sich um eine Grippe bzw. einen grippalen Infekt.

Jeder Mensch kennt es: Die Nase läuft, der Hals kratzt und man fühlt sich allgemein schlapp und erschlagen. Die Knochen und Glieder schmerzen und man hat den Eindruck, man wäre sprichwörtlich von einem LKW überfahren worden.

Welche Folgen drohen bei Sport während einer Erkältung?

Grundsätzlich muss man natürlich zwischen einer Erkältung und der echten Grippe, Influenza, unterscheiden. Während eine herkömmliche Erkältung in der Regel nach ein bis zwei Wochen vollständig auskuriert ist, erstrecken sich die Symptome einer echten Grippe über mehrere Wochen hinweg. Betroffene klagen hierbei über dauerhaft hohes Fieber. Natürlich gehören von einer Grippe Betroffene in ärztliche Behandlung und keinesfalls auf die Joggingstrecke oder ins Fitnesscenter. Doch auch eine herkömmliche Erkältung schwächt den Körper und sollte vollständig auskuriert werden, ehe man sich erneut sportlichen Betätigungen widmet.

Durch die Erkältung ist das Immunsystem des Körpers sehr geschwächt. Größere Anstrengungen belasten die Körperabwehr zusätzlich, sodass sich aus einem harmlosen Infekt eine Bronchitis, eine Angina oder im schlimmsten Fall eine Herzmuskelentzündung bilden kann. Ausruhen und Bettruhe sind bei einer Erkältung somit oberstes Gebot, auch für den Sportler.

Symptome einer Herzmuskelentzündung

Da die Anzeichen einer Herzmuskelentzündung oftmals unspezifisch sind, fällt es schwer, die Krankheit zu diagnostizieren. Herzstolpern, Herzrasen und Brustschmerzen sind typische Symptome einer Herzmuskelentzündung. Besteht der Verdacht auf eine solche Erkrankung, kann nur eine Blut- respektive Ultraschalluntersuchung beim Kardiologen eine sichere Diagnose bringen. Eine Herzmuskelentzündung wird in der Regel durch Viren ausgelöst, die sich im ganzen Körper ausbreiten können und schließlich auf das Herz übergreifen. Durch das geschwächte Immunsystem sind den Viren sprichwörtlich Tür und Tor geöffnet.

Bei Herzmuskelentzündung: Mehrere Monate Pause einplanen

Kommt es im Zuge einer Erkältung tatsächlich zu einer Herzmuskelentzündung, kann sportliche Betätigung im schlimmsten Fall tödliche Konsequenzen haben. Damit Komplikationen vermieden werden können, ist es auch nach einer Erkältung sehr ratsam, auf die Signale des Körpers zu achten und sich im Verdachtsfall direkt an einen Arzt zu wenden. In nahezu jedem vierten Fall eines plötzlichen Herztodes bei Sportlern unter 35 Jahren wird als Todesursache eine Herzmuskelentzündung angegeben. Liegt eine solche Entzündung des Herzmuskels vor, muss der Sportler mit einer Pause von mehreren Monaten rechnen. Jedoch sollte dieser Verzicht einem das eigene Leben wert sein.

Dem Körper Zeit geben

Das Immunsystem benötigt Zeit um die Krankheitserreger zu bekämpfen. Wer in dieser Zeit nicht auf sein Training verzichtet, fügt seinem Körper eventuell einen irreparablen Schaden zu. Bei einem Infekt und zusätzlich Sport, wirken zwei Stressfaktoren auf den Körper. Die körperliche Anstrengung durch das Training und durch der Infekt selbst. Das Immunsystem benötigt alle Reserven für die Körperabwehr, daher sollte körperliche Anstrengung vermieden werden.
Erältung

Nach einer Erkältung langsam starten

Startet langsam, auch wenn es schwer fällt. Beobachtet beim Wiedereinstieg euren Puls. Merkt ihr dass dieser zu schnell ansteigt und das euch das Training auch bei niedriger Intensität schwer fällt, hängt ihr am besten noch ein paar Tage weitere Genesung dran und probiert es dann noch mal. Solltet ihr dann wieder feststellen, dass ihr euch immer noch schlecht fühlt, am besten dann noch mal Rücksprache mit dem Arzt halten. Sicherlich ist es nervig, vor allem, wenn man gerade gut im Training stand und dann wegen einer Grippe pausieren musste, aber es schadet euch mehr als das es euch gut tut, wenn ihr nicht völlig auskuriert seid.

Weitere Tipps um einer Erkältung vorzubeugen

Um einer Grippe oder eine Erkältung vorzubeugen, kann man im Vorwege ein paar Dinge präventiv tun. Zum Beispiel für ausreichend Vitamine im Körper sorgen. Also, ausreichend Obst zu sich nehmen. Öfters die Hände waschen und versuchen sich nicht mit den Händen ins Gesicht zu fassen. Ältere Personen sollten eine Grippe Schutzimpfung in Betracht ziehen. Größere Menschenansammlungen auf kleinem Raum meiden, wie z.B. Bus und Bahn. Sicherlich nicht einfach, wenn man als Pendler darauf angewiesen ist. Alles in allem bleibt gesund!


Das Immunsystem stärken

Anbaden - KaltwasseranwendungenLange schon hielt sich das Gerücht, dass Kaltwasseranwendungen das Immunsystem stärken. Nun wird dies mit Studien belegt: Durch kalt duschen wird das Immunsystem gestärkt und man wird seltener krank. Das kalt duschen ist keine neuzeitliche Erfindung. Bereits im 18. Jahrhundert findet man den Begriff „Abhärtung“ in der Literatur. Darin erwähnt Johann Georg Krünitz (1728-1796) Arzt und Naturwissenschaftler, das Kaltwasseranwendungen den Leib abhärtet und dadurch besser gegen Witterungseinflüsse und andere Beschwerden besser gewappnet ist.

Sicherlich fällt es schwer, zur kalten Jahreszeit die warmen Räume zu verlassen. Der Wind rüttelt an Haus und Fenstern, man kann die Kälte förmlich durch das Gemäuer spüren, alleine nur wenn man dem eisigen Wind draußen lauscht. Wir verwöhnen und viel zu sehr und fordern uns zu wenig, lt. Aussagen von Ulrich Betz, Leiter des Instituts für Physikalische Therapie, Prävention und Rehabilitation der an der Uniklinik Mainz praktiziert.

Den Kreislauf in Schwung bringen

Wir setzen unserem Körper viel zu wenigen Naturreizen aus. Wer sich daher durch Wechselduschen oder kalt baden abhärtet, stärkt sein Immunsystem. Aber warum macht die körperliche Reizung gesünder? Wie im Sport, bedeutet eine Reizung des Körpers zu allerst Stress für den Körper. Bei Wärme- und Kälteeinflüsse wird der Körper massiv gefordert und muss die jeweiligen Temperaturunterschiede immer wieder ausgleichen. Der Körper ist permanent darin bestrebt, die Normaltemperatur wiederherzustellen und reguliert permanent nach. Das kurbelt die Durchblutung an.

Der Körperkreislauf wird auf Touren gebracht. Warum dieser positive Effekt das Immunsystem stärkt ist bisher noch ungeklärt. Allerdings weisen erste wissenschaftliche Ergebnisse darauf hin, dass Kaltwasseranwendungen die Anzahl der weißen Blutkörperchen erhöht. Hat man den ersten Schock der Kälte überwunden fühlen wir uns frisch und wach. Dieser Effekt sollte regelmäßig durchgeführt werden. Langsam anfangen und im laufe der Zeit steigern.

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