Informationen und Tipps bei Rückenschmerzen 2


Krankmeldung - Ursache Rückenbeschwerden

Krankmeldung – Ursache Rückenbeschwerden

Rückenbeschwerden nehmen einen Spitzenplatz unter den Volkskrankheiten ein. Bluthochdruck, Rückenschmerzen, Störungen des Fettstoffwechsels, Atemwegserkrankungen und Depressionen – das waren in dieser Reihenfolge 2011 die häufigsten Krankheiten der Deutschen. Seit Jahren sind Rückenbeschwerden immer wieder der Hauptgrund für Krankmeldungen und zwingen viele Berufstätige letztlich sogar in den frühzeitigen Ruhestand.

Folgende Themenbereiche findest Du in diesem Artikel

  • Sind Rückenbeschwerden eine Alterserscheinung
  • Wie äußern sich Rückenbeschwerden
  • Körperliche Belastung und Belastungsmangel begünstigen Rückenschmerzen
  • Den Rücken in seinen komplexen Strukturen begreifen
  • Besser vorbeugen als therapieren
  • Aufbau des menschlichen Rücken
  • Präventivmaßnahmen Bandscheibenvorfall
  • Bandscheibenvorfall vorbeugen
  • Permanente chronische Rückenschmerzen
  • Dauerhafte Schädigung der Nerven
  • Zusätzliche Probleme der Dauerspannung
  • Rückenschmerzen und der daraus entstehende volkswirtschaftliche Schaden
  • Geförderte Rückenpräventionsprogramme durch die Krankenkassen
  • Trainingsprogramm für einen schmerzfreien Rücken
  • Der 5-Punkte Plan für einen gesunden und starken Rücken
  • Was hilft bei Rückenschmerzen
  • Ruhig bleiben wenn der Rückenschmerz kommt
  • Rückschläge gehören dazu
  • Kleines Handicap ist immer noch besser als Dauerschmerzen
  • Rückenschmerzen im Büro entgegenwirken
  • Was ist ein Hexenschuss
  • Was ist ein Bandscheibenvorfall und eine Bandscheibenprotrusion
  • Was ist ein Bandscheibenvorfall
  • Was ist eine Bandscheibenprotrusion
  • Maßnahmen um Problemen mit dem Rücken vorzubeugen
  • Was ist eine Skoliose
  • Wie behandelt man diese Deformation der Wirbelsäule?

Wodurch entstehen Rückenschmerzen

Ich habe Rücken“ lautet ein geflügeltes Wort für Rückenprobleme aller Art. Aber wann und warum bringt sich unser Rücken eigentlich mit Beschwerden derart schmerzhaft in Erinnerung?

Tückisch an den Rückenleiden ist, dass diese sehr häufig unspezifisch sind. Das heißt nichts anderes, als dass die Ursachen selbst Fachärzten oft ein Rätsel sind. In mehr als 80 Prozent aller Fälle ist eine klare Diagnose unmöglich, weil sich keine bestimmten Auslöser definieren lassen. Dann kann therapeutisch nur bei den Symptomen angesetzt werden. Durch eine symptomatische Therapie lassen sich Schmerzen lindern und die Beweglichkeit verbessern, auch wenn die Ursache für das Rückenproblem nicht zweifelsfrei geklärt ist.

Im Unterschied dazu ist der somatische Auslöser bei spezifischen Rückenbeschwerden eindeutig. Häufig liegt ein Verschleiß der Wirbelsäule bzw. deren seitliche Verbiegung und Verdrehung (Skoliose) zugrunde. Weitere Ursachen sind Bandscheibenvorfälle, schleichender Abbau der Knochendichte (Osteoporose), Verletzungen oder Entzündungen.

Sind Rückenbeschwerden eine Alterserscheinung?

Chronische Rückenbeschwerden

Chronische Rückenbeschwerden

Wer annimmt, Rückenkrankheiten seien eine Frage des Alters, täuscht sich. Wie die deutsche Rückenstudie, durchgeführt an der Sporthochschule Köln, ergeben hat, treten Kreuzschmerzen mit ca. 29 Prozent am häufigsten im 5. Lebensjahrzehnt und mit ca. 25 Prozent im 4. Lebensjahrzehnt auf. Glaubt man den Statistiken, haben zudem 90 Prozent aller Kinder ebenso wie die meisten Erwachsenen zumindest zeitweise damit zu kämpfen. Als hochkomplexes Konstrukt ist der Rücken schon früh anfällig für alle möglichen Beschwerden, die im ungünstigsten Falle chronisch werden können. Eine Vielzahl der Probleme geht auf die moderne Zivilisation mit zu wenig Bewegung, Nahrung im Überfluss und dem Hang zu Übergewicht zurück.

Wie äußern sich Rückenbeschwerden?

Rückenprobleme können sich in verschiedenen Bereichen – hauptsächlich in der Nacken- und Lendenregion – als unangenehmes Stechen, Ziehen, Brennen oder Reißen bemerkbar machen. Grundsätzlich treten Rückenprobleme besonders konzentriert im Nacken- und im Lendenbereich auf, da durch den aufrechten Gang des Menschen diese Regionen besonders stark belastet werden. Zu den häufigsten Beschwerdebildern gehört der äußerst schmerzhafte Bandscheibenvorfall. Dabei treten Teile der Bandscheibe in den Wirbelkanal (wo sich das Rückenmark befindet) vor und drücken im ungünstigsten Falle auf einen Nerv. Daraus resultieren starke Schmerzen. Sehr verbreitet ist auch der Hexenschuss als plötzlich auftretender stechender Schmerz. Ein Auslöser für den Hexenschuss können Quetschungen der aus dem Rückenmark austretenden Nerven durch Wirbelkörper oder verspannte Muskeln sein.

Verspannungen der Nacken- oder Rückenmuskulatur können ebenfalls sehr unangenehm werden und gehören zu den klassischen Rückenbeschwerden. Sie stehen oft im Zusammenhang mit einer falschen Sitzhaltung im Büro, speziell bei der Arbeit am Computerbildschirm.

Körperliche Belastung und Belastungsmangel begünstigen Rückenschmerzen

Gequetschter Nerv

Gequetschter Nerv

Noch vor wenigen Jahrzehnten waren die Ursachen für Rückenprobleme meistens spezifisch und belastungsbedingt. So trugen Arbeiten auf dem Bau oder in der Landwirtschaft wie das Heben oder Ziehen schwerer Lasten zum Verschleiß der Knorpel und Knochen bei und galten als Hauptgrund für Rückenbeschwerden. Mittlerweile überwiegen die unspezifischen Rückenbeschwerden, die laut Meinung der meisten Orthopäden mehrheitlich eng mit dem Bewegungsmangel zusammenhängen.

Der Grund: Durch Bewegungsmangel verkümmern notwendige Muskeln, außerdem werden die Bandscheiben nur unzureichend mit Flüssigkeit versorgt.

Ausreichend Bewegung wiederum trainiert die Muskeln, die eine wichtige Stützfunktion ausüben, und sorgt dafür, dass die Bandscheiben elastisch bleiben. Die Folgen der überwiegend sitzenden Lebensweise sind mannigfaltige Beschwerden vom klassischen Bandscheibenvorfall über schmerzhafte Verspannungen bis zum Hexenschuss. Übergewicht, Fehlhaltungen (zum Beispiel durch ständige Bildschirmarbeit), Bandscheibenschäden, psychische Belastungen, Arthrose oder Osteoporose können ebenfalls negativ auf den Rücken einwirken und zu Beschwerden führen. Je nach möglicher Ursache muss eine andere Therapie angestrebt werden, wobei die meisten Mediziner betonen: Bewegung ist häufig weitaus effektiver als Schmerztabletten.

Den Rücken in seinen komplexen Strukturen begreifen

Rückenexperte und Fachautor Professor Dietrich Grönemeyer vertritt in seinen Publikationen die These, dass der Mensch die komplexe Funktionsweise des Rückens begreifen muss, um sich gesundheitsbewusst verhalten zu können. Schließlich liegen liegt die Ursache für Rückenleiden fast immer in schmerzhafter Muskelverspannung. Lediglich in zehn Prozent aller Fälle hängen die Schmerzen mit einer Reizung in den kleinen Wirbelgelenken zusammen, noch seltener ist ein Bandscheibenvorfall Auslöser der Rückenprobleme. Wer sich mit dem Thema Rücken intensiv auseinandersetzt, kann selbst besser erkennen, woher die Schmerzen kommen, wie sie sich wann und warum bemerkbar machen. Oftmals können wir mit einfachen Mitteln selbst etwas dagegen tun, andererseits aber mit dem notwendigen theoretischen Wissen auch schneller erkennen, wann ein Gang zum Arzt erforderlich ist.

Besser vorbeugen als therapieren

Rückenschonender Sport

Rückenschonender Sport

Eine Vielzahl an unspezifischen Rückenproblemen könnte durch eine umsichtige Lebensweise mit reichlich Bewegung, spezifischer Gymnastik und Kräftigung der Muskulatur vermieden werden.

Treten die Beschwerden aber auf, muss je nach Ursache und Art der Probleme eine passende Therapie angestrebt werden. In der Regel helfen Massagen und Rückengymnastik bzw. rückenschonender Sport, im schlimmsten Falle ist bei bestimmten spezifischen Rückenbeschwerden eine Operation notwendig. Fakt ist jedoch, dass speziell bei unspezifischen Problemen immer nur ausprobiert werden kann, wo die Ursachen liegen und welche Maßnahmen langfristig helfen.

Operationen sind hier keine Option, sondern es bewahrheitet sich die Einschätzung des Rückenexperten Grönemeyer – wer weiß, wie der Rücken funktioniert, kann sich entsprechend verhalten.

Aufbau des menschlichen Rückens

Stabilität und Bewegung, Festigkeit und Flexibilität: Der menschliche Rücken ist eine ganz erstaunliche Konstruktion, die problemlos seitliche, Vorwärts- und Rückwärtsbewegungen ermöglicht. Der Mensch kann dadurch aufrecht gehen, da ihm der Aufbau des Rückens die notwendige Stabilität verleiht, außerdem ist eine Vielzahl von Bewegungsvarianten möglich. Doch was ist der Rücken überhaupt? Und wie funktioniert er?

Vom Rücken spricht man dabei vom hinteren Abschnitt der Rippen mit der zugehörigen Muskulatur, vom unteren Rand des Nackens bis zur Lende. Dazu gehören die S-förmige Wirbelsäule mit den 34 Wirbeln, die Bandscheiben, die Bänder, die Muskeln und das Rückenmark im Inneren der Wirbelsäule. Grob kann man den Rücken in folgende Segmente unterteilen:

Die Wirbelsäule

Aufbau des menschlichen Rückens

Aufbau des menschlichen Rückens

Die Wirbelsäule ist in insgesamt fünf Abschnitte untergliedert: die Hals- und Wirbelsäule, die Brustwirbelsäule, die Lendenwirbelsäule, das Kreuzbein und das Steißbein. Durch die doppelt S-förmige Krümmung können Erschütterungen abgefedert und das empfindliche Gehirn geschützt werden. Die 34 Wirbel bestehen dabei aus je einem Wirbelknochen und einem Wirbelkörper. Die Gestaltung der Wirbelsäule garantiert ein Höchstmaß an Festigkeit und Flexibilität.

Die Bandscheiben

Die meisten Wirbel sind durch eine Bandscheibe verbunden. Der menschliche Rücken weist entsprechend 23 Bandscheiben auf, die zwischen den Wirbelkörpern liegen. Eine Bandscheibe besteht dabei aus einem Gallertkern und einem Faserknorpel und weist einen Wasseranteil von 90 Prozent auf. Die Bandscheiben sind eine Art natürlicher Puffer, sozusagen Stoßdämpfer. Damit diese intakt bleiben, ist ausreichend Bewegung notwendig, damit der Flüssigkeitsaustausch gewährleistet ist. Auf den Bandscheiben lastet dabei ein großer Druck. Damit sie reibungslos funktionieren können, müssen sie ausreichend mit Flüssigkeit versorgt werden.

Die Bänder

Diese haben zusammen mit den vielen Rückenmuskeln die Aufgabe, die Wirbelsäule stabil zu halten. Man unterscheidet dabei folgende Bandsysteme: das vordere Längsband über der Vorderseite der Wirbelkörper, das hintere Längsband über den hinteren Flächen der Wirbelkörper, das gelbe Band zwischen den einzelnen Wirbelbögen, die Zwischenquerfortsatzbänder, die Zwischendornfortsatzbänder und das Überdornfortsatzband.

Die Rückenmuskeln

Die Rückenmuskeln haben zusammen mit den Bändern die Aufgabe, die Wirbelsäule stabil und beweglich zu halten. Grundsätzlich werden folgende große Muskelgruppen unterschieden: der Kapuzenmuskel, der Deltamuskel, der Rautenmuskel, der Breite Rückenmuskel, der Rückenstrecker, der Mittlere Gesäßmuskel und der Große Gesäßmuskel. Eine ausreichende Entwicklung der Trainierte Rückenmuskeln sind eine Voraussetzung dafür, dass der Mensch beschwerdefrei sein kann.

Harmonisches Zusammenspiel des Rückens

Das harmonische Zusammenspiel von Wirbelsäule, Bandscheiben, Bändern und Muskeln ist die Bedingung dafür, dass der menschliche Rücken reibungslos funktioniert. Allerdings ist die diffizile Konstruktion des Rückens gleichzeitig auch sein Schwachpunkt. Aufgrund zu langer Zeiten vor dem Bildschirm, Bewegungsarmut und falscher Sitz- und Körperhaltung gehört der Rücken mit zu den häufigsten Beschwerdefeldern in den Industrieländern.

Einschlägigen Studien zufolge haben 70 Prozent aller Mitteleuropäer mindestens einmal im Jahr Schwierigkeiten mit dem Rücken. Es lohnt sich daher, den Blick auf den Rücken zu lenken und Präventivmaßnahmen zu ergreifen. Entsprechende Übungen und die daraus folgende Stärkung der Rückenmuskulatur können viele Beschwerden fernhalten.


Präventivmaßnahmen Bandscheibenvorfall

Bandscheibenvorfall vorbeugen

Bandscheibenvorfall vorbeugen

Unter einem Bandscheibenvorfall versteht man eine Erkrankung der Wirbelsäule, wobei Teile der Bandscheibe in den Wirbelkanal im Rückenmark vortreten und einen Nerv einklemmen können. Folge sind starke Schmerzen, die in Arme und Beine ausstrahlen können, manchmal gibt es auch Lähmungserscheinungen. Die Behandlung erfolgt meist ambulant, nur in schweren Fällen muss operativ eingegriffen werden. Ein Bandscheibenvorfall ist auf jeden Fall langwierig und schmerzhaft, aber auch oft vermeidbar.

Gründe für einen Bandscheibenvorfall

Häufig sind die Bandscheiben bereits vorgeschädigt oder auf Dauer überbelastet worden. In vielen Fällen ist der sogenannte Gallertkern der Bandscheibe über Jahre hin ausgetrocknet oder fast nicht mehr vorhanden. Der Gallerkern ist dabei so etwas wie ein Wasserkissen, das die Beweglichkeit der Wirbelsäule mitträgt und Bewegungen puffert. Manchmal gibt es aber auch keinen äußeren Grund für einen Bandscheibenvorfall und es kann einfach eine genetische Disposition vorliegen. Dennoch kann man einiges tun, um einen schmerzhaften Bandscheibenvorfall zu vermeiden.

Was passiert bei einem Bandscheibenvorfall

Der Bandscheibenvorfall ist eine Erkrankung der Wirbelsäule. Teile der Wirbelsäule treten in den Wirbelkanal vor. In diesem Wirbelkanal verlaufen Nerven, die durch den Bandscheibenvorfall (Prolaps) eingeklemmt werden. Häufig erleidet man einen Prolaps, wenn die Wirbelsäule bereits vorgeschädigt ist, oft aber auch ohne besonderen Anlass. Ein Bandscheibenprolaps kann alle Abschnitte der Wirbelsäule betreffen.

Symptome eines Banscheibenvorfalls

Ein Prolaps geht meistens einher mit einer schmerzhaften Bewegungseinschränkung, den Rückenschmerzen. Die Schmerzen strahlen aus in die Arme oder Beine, je nachdem wo der Vorfall lokalisiert ist.

Rückenprävention

Um einem Prolaps entgegenzuwirken, kann man im Vorfeld präventive Maßnahmen ergreifen. Eine gute Möglichkeit, um die Rückenmuskulatur auf natürliche Weise zu stärken, ist der Sport. Viele gymnastische Sportarten eignen sich zur Kräftigung der Muskeln.

Therapie und Nachsorge bei Rückenbeschwerden

Die Behandlung eines Prolaps erfolgt in erster Linie medikamentös durch schmerzstillende und abschwellende Medikamente. Des Weiteren können Wärmeapplikation und entspannende Lagerung das Beschwerdebild lindern. Unterstützt werden kann die medikamentöse Therapie durch physiotherapeutische Maßnahmen wie Krankengymnastik und Massagen, was zu einer zusätzlichen Entspannung der Rückenmuskulatur beiträgt. Trotz eines Bandscheibenvorfalls muss man keine Angst vor körperlicher Bewegung haben. Spezielle Gymnastikarten und Bewegungen, auf die man verzichten sollte, lernt man in der so genannten Rückenschule. Hier lernt man unter professioneller Anleitung, welche Übungen förderlich sind und welche man vermeiden sollte, wie z.B. Das Heben und Tragen schwerer Lasten oder Zwangshaltungen.

In besonders schweren Fällen kann man die Option einer Lasertherapie oder einer operativen Therapie überdenken. Dies sollte immer in Zusammenarbeit mit einem Arzt geschehen. Viele wichtige Informationen kann man auf diversen Gesundheitsportalen erfahren. Die Gesundheit ist unser wichtigstes Gut. Sie sollte uns am Herzen liegen.

Bandscheibenvorfall vorbeugen

Bandscheibenvorfall

Bandscheibenvorfall

Wichtig ist zum einen, dass am Arbeitsplatz in der richtigen Ergonomie, d.h. in der richtigen Haltung gearbeitet wird. Denn oft kauert man mehr vor dem Computer als dass man sitzt und arbeitet in gebückter, erschlaffter Haltung.  Viele Rückenprobleme rühren aus dieser falschen Sitzhaltung. Daher sollte man sich, wann immer einem der Gedanke an den Rücken kommt, betont aufrecht hinsetzen. Dies trainiert die Rückenmuskeln auf Dauer, so dass die Wahrscheinlichkeit eines schmerzhaften Bandscheibenvorfalls geringer wird. Auch ist es möglich, besonders die Muskeln an der Wirbelsäule durch Sport gezielt zu trainieren. Daher werden Kurse wie „Rückenfit“ angeboten, weil Probleme mit dem Rücken eine Art Volkskrankheit sind.

Man sollte es ferner vermeiden, schwere Lasten zu heben bzw. dabei Techniken anwenden, die dem Rücken gerecht werden: nicht in gebückter Haltung Lasten heben, sondern den Rücken dabei gerade halten und in die Hocke gehen. Doch auch beim Sport ist Vorsicht angesagt: Es ist wichtig, dass beispielsweise im Fitnessstudio unter fachkundiger Anleitung trainiert wird, um keine Verletzungen zu riskieren. Insofern empfiehlt sich ein Personal Trainer, weil das Personal in den Fitnessstudios nicht immer ausreichend qualifiziert ist. Gute Sportarten für den Rücken sind etwa Tanzen, Joggen, Nordic Walking, Reiten oder Schwimmen, weil hier eine bestimmte, gesunde Körperhaltung erforderlich ist und geübt wird. Unter gezielter und qualifizierter Anleitung kann die fachgerechte Ausübung dieser Sportarten trainiert werden, so dass der Nutzen maximal ist.


Permanente chronische Rückenschmerzen

Chronische Rückenschmerzen

Chronische Rückenschmerzen

Aus eigener Erfahrung kenne ich die Angst, mit einer falschen, unbedachten Bewegung Schmerzen auszulösen und die daraus resultierende totale Anspannung. Dieser Angstzustand lässt unbewusst keine normalen Bewegungsabläufe zu, man verfällt in Schonhaltung. Die Bewegungen sind nicht flüssig und die Muskulatur ist permanent angespannt. Eigentlich will man etwas Gutes tun, tut aber unbewusst das Falsche.

Durch die verkrampfte Muskulatur werden die Wirbelkörper stark aufeinander gepresst, wodurch eine geschädigte Bandscheibe noch mehr gereizt und im ungünstigsten Fall weiter geschädigt wird. Schlimmstenfalls wird die Bandscheibe bzw. deren Gallertkern in den Wirbelkanal gedrückt, wo sie auf einen Nerv drückt. Starke Schmerzen, Taubheit und sogar Paralysen können auftreten. In meinem Fall waren es damals Probleme mit dem rechten Bein; sie äußerten sich in Form von Sensibilitätsstörungen und einer Peroneus Heberschwäche (Fußheberschwäche). Ich konnte mich nicht mehr auf die reibungslose Funktion meines rechten Beines verlassen.

Dauerhafte Schädigung der Nerven

Dauerhaft angespannte Muskeln können eine Vielzahl an Beeinträchtigungen verursachen. Nicht immer ist die Wirbelsäule daran beteiligt. Zum Beispiel kann der Musculus piriformis (birnenförmiger Muskel) in der tiefen Schicht der Hüftmuskulatur so stark angespannt sein, dass er auf Dauer den Ischiasnerv auf den Beckenknochen drückt. Dies tritt durchaus häufiger auf als eine Nervenquetschung, ausgelöst durch vorgewölbte Bandscheibenteile im Lendenwirbelbereich.

Meine Empfehlung:
Dehnübungen mit ins Rückentraining aufzunehmen. Mir haben zusätzliche Dehnübungen für die Gesäßmuskulatur sehr geholfen. Diese Übung zum Beispiel ist ein fester Bestandteil meines Trainings: Dehnung der Gesäßmuskulatur (zweite Übung).

Zusätzliche Probleme verursacht Dauerspannung

Durch die andauernde Anspannung der Muskeln werden Blutgefäße zusammengedrückt. Dies kann zu Durchblutungsstörungen führen. Die Muskeln werden nicht mehr richtig mit Nährstoffen versorgt und der Sauerstofftransport zum Gewebe wird vermindert – sozusagen Dauerstress, dem die Muskulatur ausgesetzt ist. Ihr solltet versuchen, diesen Stress nach und nach wieder durch Bewegung abzubauen. Aktive Entspannung durch autogenes Training kann ebenfalls helfen. Beim autogenen Training sollte man nicht einschlafen. Die Muskeln sollen aktiv entspannt werden, im Schlaf könnt ihr darauf keinen Einfluss nehmen.


Rückenschmerzen und der daraus entstehende volkswirtschaftliche Schaden

Rein statistisch gesehen haben in diesem Moment 27–40 % aller Deutschen Rückenschmerzen. 70 % der Befragten gaben an, einmal im Jahr Rückenschmerzen zu haben. Rückenprobleme sind die zweithäufigste Ursache für einen Besuch beim Arzt und führen so zu 15 % aller Krankschreibungen.

Geförderte Rückenpräventionsprogramme durch die Krankenkassen

Wirbelsäule Kernspinaufnahme

Wirbelsäule Kernspinaufnahme

Eine Studie von 2010 besagt, dass ein geschätzter volkswirtschaftlicher Schaden durch chronische Rückenschmerzen von rund 17,5 Milliarden Euro entsteht. Eigentlich Anlass genug seitens der Krankenkassen, bereits im Vorwege aktiv zu werden. Leider erfolgt meiner Meinung nach zu wenig „aktive Aufklärung“ und Förderung durch die Krankenkassen. Aus einer Befragung der Versicherten könnte z. B. eine auf den Versicherten zugeschnittene sportliche Empfehlung resultieren.

Aus der Sichtung der bisherigen Krankenunterlagen, beruflicher Tätigkeit und freizeitlicher/sportlicher Aktivitäten etc. können sich weitere Indikatoren für Präventionsvorschläge ergeben. Jetzt werden wahrscheinlich einige aufhorchen im Hinblick auf Datenschutz, aber eine gesundheitliche Förderung durch die Krankenkassen wäre für beide Seiten ein Gewinn.

Einen Großteil der persönlichen Daten haben die Versicherer sowieso. Die Vorteile wären für beide Parteien groß: Die Krankenkassen sparten teure Medikamente, Operationen und Behandlungen – der Versicherte würde gefördert, selbst aktiv etwas für seine Gesundheit zu tun und bekäme (vorausgesetzt er führt ein Rückenpräventionsprogramm fortlaufend durch) sehr wahrscheinlich nie Rückenprobleme. Wie dieses Konstrukt genau aussehen könnte, ist derzeit noch Zukunftsvision. Es gäbe mit Sicherheit zig profitable Ansätze für Versicherte als auch für die Versicherer.

Mein Rückentipp für euch
Jeden Tag fünf Minuten Training können dabei helfen, eure Rückenschmerzen erträglicher zu machen oder euch unter Umständen komplett von Beschwerden zu befreien. Wichtig ist: Auch wenn ihr nach einigen Wochen weniger Schmerzen habt oder ganz beschwerdefrei seid, Kontinuität muss weiterhin sein. Genießt das Gefühl, euch wieder freier bewegen zu können. Macht euch bewusst, wie wenig Aufwand täglich fünf Minuten Rückentraining sind im Vergleich zu mehreren Tagen/Wochen Rückenschmerzen.


Trainingsprogramm für einen schmerzfreien Rücken

Rücken Trainingsplan

Rücken Trainingsplan

Wer Rückenprobleme hat kennt das Problem, gerade wenn man frisch ein Ereignis hinter sich hatte, ist man übervorsichtig ja keine falsche Bewegung auszuführen. Was man sich in dieser Situation einfach nur wünscht ist ein schmerzfreier Rücken. Mir erging es am Anfang nicht anders. Ich hatte Angst, schwere Sachen zu heben oder mich zu drehen, vollführte alles in roboterhaften Ausführungen.

Im Laufe der Jahre entwickelte ich ein Gespür dafür, was meinem Rücken gut tut, was ich ihm zumuten kann und was nicht. Dadurch dass ich viel Krafttraining und Ausdauersport betreibe, bleiben Verspannungen nicht aus. Meine Vorwölbungen habe ich im Lendenwirbelbereich, drei Stück an der Zahl. Deswegen bin ich nicht weniger belastbar als Personen ohne Rückenprobleme, aber ich muss auf gewisse Dinge achten. So auch das Training, das ich mittlerweile so gut wie jeden Tag ausführe. In 15 Minuten habe ich das Training abgehakt und kann mich anderen Dingen widmen.

Trainingsplan für einen schmerzfreien Rücken

Immer wieder höre ich aus dem Umfeld: ja, ich habe Rückenprobleme und habe in der Akutphase die Übungen gemacht, danach aber nicht mehr. Nun frage ich euch, was ist besser? Zwei Wochen lang, wegen massiver Kreuzbeschwerden auszufallen oder zweimal wöchentlich für 15 Minuten Rückenübungen auszuführen? Leider fällt die Wahl nicht immer gleich auf die zweite Aussage. Dafür gibt es nur einen Grund: Viele sind einfach zu bequem und faul.

Der 5-Punkte Plan für einen gesunden und starken Rücken

Präventionsübungen für den Rücken

Präventionsübungen für den Rücken

Der Rücken ist ein Körperteil, welches bei einem Großteil der Bevölkerung am meisten Probleme verursacht. Zu viel Belastung, eine falsche Hebebewegung, Anspannung und Stress blockieren häufig den Nackenbereich, belasten die Bandscheiben oder strapazierte Nerven. Es gibt allerdings hilfreiche Tipps, die vorbeugend eine starken Rücken fördern und kräftigen. Mit dem richtigen Plan, den euch ein  Personal Trainer zusammenstellen kann, seit ihr schon auf dem richtigen Weg.

  1. Zu aller erst ist es wichtig, dass ihr euch Übungen aussucht, die ihr nicht nur sporadisch durchführt, sondern eine Regelmäßigkeit reinbringt. Dafür geeignet sind zum Beispiel  das tägliche durchführen von 30-minütigen Trainingseinheiten.
  2. Neben der Routine solltet ihr euch ein festes Repertoire von ca. 5 bis 10. Rückenübungen aussuchen, die gegen „eure“ Rückenprobleme am besten geeignet sind und wirken. Die Hälfte davon sollten Bewegungsübungen sein. Ein Personal Trainer kann euch bei der Auswahl helfen.
  3. Übungen zur Kräftigung: Liegestütze oder bestimmte Yogaübungen stärken die Rückenmuskulatur und sorgen für mehr Stabilität. Ungeübte sollten dabei eine Stellung nicht länger als 10 Sekunden halten, Fortgeschrittene bis zu 20 Sekunden und mehr bei maximal vier Durchgängen mit ausreichend Pausen dazwischen.
  4. Beweglichkeit und Stretching: Kräftigungsübung, wie eine Brücke mit Beineinsatz. Stretching: Latzüge am Zugturm bringen die gesamte Rumpfmuskulatur in Schwung und wirken präventiv.
  5. Zuletzt kommt die Entspannung! Atmet während des Trainings regelmäßig ruhig weiter ein und aus. Bei Kraftübungen während der Anspannung aus-, bei der Entspannung einatmen. Danach dürft ihr euch ruhig eine lange entspannende Phase gönnen. Auch ein Wärmekissen auf dem Nacken oder der Stelle die Probleme bereitet wird eurem Rücken gut tun und die Muskeln entspannen.

Was hilft bei Rückenschmerzen

Fakt ist: Ist den Jahren werden die Probleme nicht weniger. Baut man nicht im Laufe der Zeit ein anständiges Korsett aus Muskeln auf, wird man mit Sicherheit größere Probleme im Alter bekommen und eventuell auch unters Messer müssen. Gestern bei einem Kunden viel mir erst wieder auf, das mein erster Bandscheibenvorfall bereits vor 22 Jahren war. Toi Toi Toi und seit knapp drei Jahren keine besonderen Vorkommnisse hatte. Warum erst seit drei Jahren? Ich habe das Rückentraining weiter verbessert. Vorher hatte ich im Jahr ein bis zwei Vorkommnisse, wie leichte Schmerzen, aber seitdem ich das Training so resolut durchführe gar nichts mehr.

Okay, eine falsche Bewegung kann immer Mal sein, aber dies entsteht meist aus einer unbewussten Bewegung. Jeder kennt sie: Man dreht sich einfach um oder will etwas aufheben und da kommt der Knacks. Auch in dieser Situation ist noch nicht Hopfen und Malz verloren. Genau in dieser Situation müsst ihr ruhig bleiben, so schwer es euch auch fällt, bleibt ruhig. Atmet tief ein und aus. Legt euch am besten ganz behutsam auf den Boden. Atmet ruhig und entspannt.

Ruhig bleiben wenn der Rückenschmerz kommt

Training für den Rücken

Rückentraining

Durch den Schuss ins Kreuz verkrampft sich die Muskulatur, dadurch hat man Schmerzen, ein geschlossener Kreislauf. Durch das ruhig bleiben und tiefe Atmen könnt ihr die Muskulatur die Zeit geben sich wieder etwas zu entkrampfen. Habt ihr danach dann nur leichte Bewegungseinschränkungen, schont euch nicht. Bewegung tut gut! Achtet natürlich auf eure Bewegungen, aber legt euch nicht in Watte. Dadurch verschwindet die Blockade schneller.

Es gibt Blockaden, die verschwinden nicht von alleine oder man bekommt sie nicht selbst gelöst. Bei mir selbst im Brustwirbelbereich. Im Lendenwirbelbereich bekomme ich so gut wie alle Blockaden selbst wieder locker. Im Brustwirbelbereich lasse ich mir durch eine Physiotherapeutin helfen.

Rückschläge gehören dazu

Es gibt viele Gründe, Sport zu treiben. Die einen gehen zum Sport, weil sie abnehmen möchten, die anderen, weil sie es eventuell aus gesundheitlichen Gründen verordnet bekommen haben und  andere,  weil sie Sport als Lebenseinstellung sehen. Bei mir vermischen sich zwei Bereiche. Sport bedeutet für mich einerseits, Lebensqualität und Entspannung.

Andererseits trägt er zu besserer Gesundheit und besserem körperlichen Wohlbefinden bei. Aufgrund von Problemen mit dem Kreuz, die bereits in der Jugend anfingen, stärke ich mit einem bestimmten Training dreimal pro Woche meinen Rumpf. Durch dieses Training bin ich fast beschwerdefrei. Dennoch kann es natürlich passieren, dass man sich mal verdreht.

Kleines Handicap ist immer noch besser als Dauerschmerzen

Auch wenn man noch minimale Schmerzen im Kreuz hat, ist es immer noch besser, als permanent Schmerzen zu haben, wenn man keinen Sport treibt oder? Es geht einem besser mit Sport. Trotzdem hört man von außen, wenn man sich verdreht hat, öfter: Tja, solltest keinen Sport treiben. Wo sind diese Stimmen, wenn man zuvor monatelang beschwerdefrei war? Verdrehen oder Sonstiges bedeutet auch nur ein minimales Handicap zu haben. Je nach Schwere kann Bewegung sogar gut tun. Dazu gehört sicherlich ein sehr gutes Körpergefühl.

Eigene Erfahrung – Kleiner Zwischenfall beim Sport

Ein Beispiel vom gestrigen Training. Warm machen auf dem Laufband. Bereits beim Loslaufen fühlte ich mich irgendwie steif – es lief einfach nicht rund. Ich hätte demnach gestern die Notbremse ziehen sollen, lief aber weiter. Dann ein zu großer Schritt und die Verspannung schoss mir ins Kreuz, um genau zu sein, in den Bereich “Brustwirbel“. Keine Panik! Vom Laufband runter, normal weiter Atmen, kurz auf den Boden legen und danach das Training weitestgehend fortsetzen. Heute einen Tag später, merke ich den Bereich noch, aber nur minimal. Die Erfahrung hat mir gezeigt, dass eine Verspannung schneller verschwindet, wenn ich sie gar nicht beachte und im Bereich der mir möglichen Bewegungen weiter trainiere. Also Bewegungseinschränkungen sind minimal.

Fazit: Auch von einem kleinen Handicap, das durchaus mal auftreten kann, sollte man sich nicht unterkriegen lassen. Hört auf euren Körper. Lernt Warnsignale und sonstige Signale eures Körpers einzuschätzen. Keiner kennt „euren Körper“ so gut wie ihr. Und vor allem habt Spaß und genießt euer Training.


Rückenschmerzen im Büro entgegenwirken

Falsche Sitzhaltung im Büro

Falsche Sitzhaltung im Büro

85% der Deutschen leiden mindestens einmal im Leben an Rückenschmerzen, 12% davon sogar chronisch – das sind die erschreckenden Zahlen, die Rückenschmerzen zur Volkskrankheit Nummer eins machen. Grund dafür ist, dass unsere Wirbelsäule, die zugleich ein stabiles als auch empfindliches System in unserem Körper ist, oftmals durch falsche Bewegungsmuster, permanenter Anspannung ausgesetzt wird und auch die Tiefenmuskulatur darunter leidet.

Durch geeignete Präventionsmaßnahmen, die in einem breiten Spektrum vorhanden sind, aber noch viel zu wenig genutzt werden, könnten viele Rückenschmerzen verhindert werden. Doch wer denkt, dass nur körperlich hart arbeitende Menschen, wie Handwerker, Landwirte und Leistungssportler unter den unangenehmen Schmerzen leiden, der irrt. Der Schmerz sitzt im wahrsten Sinne des Wortes im Büro.

Darüber hinaus sind laut wissenschaftlichen Studien Faktoren wie Bewegungsmangel, psychische Belastung und Stress für die unangenehmen Schmerzen verantwortlich. Statt jedoch direkt zu Schmerzmitteln wie Gels, Tabletten und Wärmepflastern zu greifen, die letztlich nur kurzfristig Abhilfe schaffen können, sind Bewegung und gezielte Rücken-Übungen (Link zum Produkt bei Amazon) das beste Heilmittel!

Effektive Übungen für Zwischendurch

Bei einem typischen Tagesablauf, an dem wir 8 bis 9 Stunden an unserem Schreibtisch sitzen, 1,5 Stunden zur Arbeit und wieder nach Hause brauchen, und noch um die 6 Stunden Schlaf pro Nacht bekommen sollen, bleibt nicht mehr viel Zeit um anderen Beschäftigungen nachzugehen. Trotzdem sollten wir uns in der verbliebenen Zeit im Idealfall noch gesund ernähren, Freundschaften und Partnerschaften pflegen, Hobbies ausüben, Ordnung schaffen und natürlich viel Sport treiben. In den meisten Fällen wird dann Sport, der den so wichtigen und notwendigen Ausgleich für unseren Rücken bietet, als erstes vernachlässigt.

Deshalb sollten effektive und einfache Übungen möglichst in den Arbeitsalltag integriert werden.

Man muss sich vor Augen halten, dass „im aufrechten Sitzen 90 kg auf die Lendenwirbel einwirken, im vorgebeugten Sitzen sogar durchschnittlich 170 kg“ – da hilft schon ein kleiner Spaziergang in der Mittagspause, ein häufiges Aufstehen vom Schreibtisch und die Variation der Sitzposition über den Tag hinweg, um dem unangenehmen Stechen, besonders in Nacken- und Lendenregion, entgegenzuwirken.

Richte Deinen Schreibtisch rückenkonform ein

Natürlich wäre es ideal, wenn jeder Arbeitgeber ergonomisches Büro-Mobiliar zur Verfügung stellen würde. Da das aber in der Regel nicht der Fall ist, sollte man seinen Schreibtisch sowie den Bürostuhl korrekt einzustellen und auch während der 8-Stunden-Tage am PC zumeist eine gerade Rückenhaltung einzunehmen. „Achten Sie darauf, dass Ihre Unterarme locker im 90 Grad Winkel auf der Tischplatte aufliegen können und dass auch Ober- und Unterschenkel einen rechten Winkel bilden“. Mit diesen einfachen Tricks, sowie einem ausgeprägten Bewusstsein und Motivation etwas für seine Rückengesundheit zu tun, stärkt man die Muskulatur nebenbei und bietet dem Schmerz weniger Angriffsfläche.

Mit Sport gegen die Rückenschmerzen

Selbstmanagement im Bereich persönliche Gesundheit wird in der heutigen Zeit immer wichtiger, denn die Frage, wie man die eigene psychische und physische Gesundheit bei hoher Arbeitsbelastung und vielfältigen Anforderungen erhält, ist von großer Bedeutung.

Dehnung der Gesäßmuskulatur

Dehnung der Gesäßmuskulatur

Erste Überbringer einer unvorteilhaften Lebensweise sind meist Rücken- und Nackenschmerzen. Möchte man direkt aktiv werden, ist es wichtig sich intensiv mit seiner Rückengesundheit auseinanderzusetzen, um zu erkennen woher der Schmerz kommt, in welcher Form er auftritt und ob ein Gang zum Arzt erforderlich ist oder ob ein Ausgleich in Form von regelmäßigem Sporttreiben bereits Abhilfe schaffen kann.

Trotzdem sollte man sich auch vor dem Gang zum Arzt nicht scheuen. Denn allzu häufig kann die Ursache vieler Rückenbeschwerden letztlich auch vom Arzt nicht mehr eindeutig festgestellt werden kann, da der notwendige Arztbesuch viel zu spät stattfindet.

Sportarten für einen starken Rücken

Ist alles abgesegnet, kann man durchstarten. Ballsportarten, wie Tennis, Fußball oder Handball, sollte man gerade bei akuten Rückenschmerzen nicht ausüben, da sie viele ruckartige Stop-and-go-Bewegungen beinhalten. Sie stellen eine weitere Überbelastung für Ihren Rücken dar und liefern den Schmerzen neue Angriffspunkte. Möchte man etwas für seine Rückengesundheit tun, ist es ratsam auf Ausdauersportarten wie Nordic Walking (Link zum Produkt bei Amazon), Rudern, Radfahren, Klettern oder Schwimmen zu setzen.

Außerdem empfiehlt es sich, das Bewegungspensum langsam aber stetig zu steigern, damit die anfängliche Euphorie nicht nach kurzer Zeit in Frust und Demotivation resultiert. Etwas für den Rücken zu tun, sollte letztlich Spaß machen und man sollte sich gesund und fit fühlen – sowohl mental als auch körperlich.


Was ist ein Hexenschuss

Rückenschmerzen - Hexenschuss

Rückenschmerzen – Hexenschuss

Plötzlich tritt ein stechender Schmerz im Lendenwirbelbereich auf, häufig dann, wenn man eine ruckartige Bewegung gemacht hat, sich zu schweren körperlichen Belastungen ausgesetzt hat, unterkühlt ist oder einen Unfall hatte. Man kann sich nicht oder nur unter Schmerzen aufrichten und ist in der Bewegung stark eingeschränkt. Das Wort Hexenschuss (Fachausdruck: Lumbago) stammt aus dem alten Aberglauben, dass magischer Zauber solche Schmerzen verursache. Ursachen sind aber Einengungen oder Quetschungen von Nerven, die durch verspannte Muskeln oder Wirbelkörper aus dem Rückenmark austreten.

Gründe für einen Hexenschuss

Gründe können ein gereizter Ischiasnerv, Verschleiß der Bandscheiben oder allgemeine Rückenprobleme sein. Die Schmerzen dabei sind zwar heftig, in der Regel aber harmlos. Sie können entweder auftreten, wenn man sich aufrichten will, oder aber bereits im Liegen und Sitzen Probleme bereiten. Hauptsächlich betroffen sind die Lendenwirbelgegend oder der untere Rücken. Die meisten Betroffenen sind zwischen 30 und 50 Jahre alt. Bei über 60-Jährigen versteift die Wirbelsäule und Hexenschüsse kommen seltener vor. In der Regel klingen die Beschwerden nach ein bis zwei Wochen ab.

Wenn Komplikationen auftreten

Klingt der Schmerz auch nach sechs Wochen nicht ab, sondern stellen sich Taubheitsgefühle oder sogar Lähmungserscheinungen  ein und strahlt der Schmerz bis ins Bein aus, dann ist eine ärztliche Behandlung notwendig. Gleiches gilt, wenn Probleme beim Harnlassen oder Stuhlgang auftreten. Es kann dann der Verdacht bestehen, dass es sich um einen Bandscheibenvorfall handelt, der den Ischiasnerv gereizt oder eingeklemmt hat. Eventuell abzuklären ist auch, ob das Problem überhaupt vom Rücken ausgeht oder nicht doch vom Becken oder Bauch aus. Aufklärung können Röntgenaufnahmen bringen, Blutuntersuchungen oder eine Magnetresonanztomographie. Auch die Patientengeschichte kann neben der ärztlichen Untersuchung Aufschluss geben. Dauern die Schmerzen länger als sechs Wochen an, sind sie nicht mehr akut, sondern chronisch.

Möglichkeiten der Behandlung

Ein gereizter Ischiasnerv kann in Form von Medikamenten wieder beruhigt werden, wobei Physiotherapie ebenso wichtig ist. Bei einem Bandscheibenvorfall müssen durch Physiotherapie die betreffenden Muskeln so trainiert werden, dass sie die Funktion der Bandscheibe langfristig übernehmen können. Je nachdem, was die Ursache der Schmerzen ist, kann es auch zu einer Operation an der Wirbelsäule kommen, um die Komplikationen zu beseitigen. Anschließende Krankengymnastik hat die Funktion, Rücken- und Bauchmuskulatur so zu kräftigen, dass weitere Schmerzen vermieden werden. Die Physiotherapie bzw. Krankengymnastik ist dabei über einen längeren Zeitraum auszuführen, um die gewünschten Resultate zu zeitigen.

Was ist ein Bandscheibenvorfall und eine Bandscheibenprotrusion

Rueckenschmerzen vorbeugen

Rueckenschmerzen vorbeugen

Der Bandscheibenvorfall gehört zu den häufigsten Wirbelsäulenerkrankungen und ist in der Regel mit starken Schmerzen verbunden, die bis in die Extremitäten ausstrahlen können. Doch was versteht man eigentlich unter einem Bandscheibenvorfall? Und was ist im Gegenzug mit einer Protrusion gemeint?

Was ist ein Bandscheibenvorfall?

Charakteristisch für den Bandscheibenvorfall ist, dass Teile der Bandscheibe in den Wirbelkanal austreten, dorthin, wo sich das Rückenmark befindet. Drückt die ausgetretene Bandscheibe auf einen Nerv, entstehen starke Schmerzen. Typischerweise wird beim Bandscheibenvorfall der Faserring der Bandscheibe ganz oder teilweise durchgerissen. Dies kann einen operativen Eingriff notwendig machen, während man üblicherweise versucht, den Schaden konservativ zu therapieren. Die Physiotherapie zielt demnach auch darauf ab, die umliegenden Muskeln der Bandscheibe so zu stärken, dass diese langfristig ihre Funktion übernehmen können.

Um zu verstehen, was ein Bandscheibenvorfall bedeutet, muss man sich den Aufbau einer Bandscheibe vorstellen: Diese besteht aus einem Gallertkern mit einem hohen Wasseranteil und übernimmt die Funktion eines „Wasserkissen“ im Körper. Bestimmte Membranen trennen die einzelnen Knorpelringe dabei voneinander. Werden diese Membranen beschädigt, beispielsweise durch andauernde Fehlhaltungen, trocknet der Gallertkern aus. Daher resultiert auch die Tatsache, dass die Bandscheibe bei einem Vorfall nicht mehr in ihrer ursprünglichen Form vorhanden ist, d.h. die Schädigungen meist über mehrere Jahre vonstatten gingen. Im schlimmsten Falle droht ein Querschnittssyndrom, wenn das Rückenmark beschädigt wird, d.h. es kann zu Lähmungen kommen.

Allerdings bleiben auch viele Bandscheibenvorfälle unentdeckt und die Betroffenen bleiben beschwerdefrei. Einschlägige Untersuchungen haben gezeigt, dass rund 30 Prozent der „gesunden“ Probanden einen unentdeckten Bandscheibenvorfall hatten. Dabei spricht man von einem symptomlosen Bandscheibenvorfall.

Was ist eine Bandscheibenprotrusion?

Eine Protrusion unterscheidet sich von einem Bandscheibenvorfall durch folgenden Umstand: Bei einer Protrusion wird der Faserring der Bandscheibe nicht oder kaum durchgerissen. Der Faserring wölbt sich stattdessen nach außen ins Rückenmark vor. Daraus resultiert, dass sich Beschwerden in der Wirbelsäule einstellen können, die Schmerzen jedoch in der Regel nicht in die Extremitäten ausstrahlen. Auch ist eine Protrusion besser konservativ behandelbar, d.h. ein operativer Eingriff ist in der Regel nicht notwendig. Bei der Bandscheibenprotrusion handelt es sich allerdings ebenfalls um eine Degeneration der Bandscheibe, die in der Regel über einen längeren Zeitraum hinweg entsteht. Diese Degeneration muss physiotherapeutisch und osteopathisch behandelt werden.

Maßnahmen um Problemen mit dem Rücken vorzubeugen

Die Zahl der Bandscheibenprobleme steigt dabei in letzter Zeit signifikant an. Üblicherweise werden vor allem Bewegungsmangel und Fehlhaltungen, beispielsweise durch Büroarbeit, als Gründe hierfür angeführt. Eine Ursache kann aber auch etwa eine genetisch bedingte Bindegewebsschwäche sein. Fakt ist jedoch, dass eine große Anzahl an Bandscheibenvorfällen und Protrusionen vermeidbar wäre, wenn sich die Betroffenen ausreichend bewegen würden, damit der Gallertkern der Bandscheibe genügend mit Flüssigkeit versorgt wird. Die Versorgung des Gallertkerns mit Flüssigkeit erfolgt nur über regelmäßige Bewegung. Ebenfalls könnten Probleme mit der Bandscheibe vermieden werden, wenn man auf fachgerechtes Heben und Ziehen achten würde sowie auf eine angemessene Haltung bei Bildschirmarbeit.

Was ist eine Skoliose

Skoliose – was verbirgt sich hinter diesem Wort? Tatsächlich sollte man das wissen, denn vor allem leichtere Skoliosen sind recht weit verbreitet. Nur 1,1 Prozent der Bevölkerung entwickeln jedoch eine stärkere Skoliose über 10° Cobb, wobei Cobb die Maßeinheit ist, mit der die Wirbelsäulenverkrümmung gemessen wird (nach John Robert Cobb). Wichtig ist das deswegen, weil eine Skoliose gravierende Auswirkungen auf das gesundheitliche Befinden haben kann, so dass dieses Thema grundsätzlich stärker in den Fokus gerückt werden sollte.

Skoliose - schiefer Rücken

Skoliose – schiefer Rücken

Denn bei einer Skoliose handelt es sich um eine seitliche Verkrümmung der Wirbelsäule, wobei charakteristischerweise auch die einzelnen Wirbel verdreht sind. Das Tückische dabei: In der Regel haben Betroffene meist zunächst keinerlei Beschwerden, so dass die Entdeckung oft eher zufälliger Natur ist. Dabei kommt der Früherkennung eine große Bedeutung zu, weil sich eine verkrümmte Wirbelsäule ab dem dritten Lebensjahrzehnt stärker abnutzt und dann zu massiven Problemen führen kann. Sichtbar werden Skoliosen meist im Alter von 10 bis 12 Jahren.

Je eher eine solche Verkrümmung entdeckt wird, umso besser kann diese behandelt werden. Von daher sollten Eltern, Lehrer und vor allem Sportlehrer ein Augenmerk darauf haben und reagieren, wenn Kinder und Jugendliche etwa ungleiche Taillendreiecke oder schiefe Schultern aufweisen oder die Hüfte seitlich herausschieben. Röntgenaufnahmen können dann absolute Gewissheit schaffen bzw. der Adams Test. Dabei beugen sich zu untersuchende Personen vor, während sich eine zweite darüber beugt und so eventuelle Asymmetrien feststellen kann.

Doch was sind die Gründe für eine Skoliose? In der Tat ist in 90 Prozent aller Fälle die genaue Ursache unbekannt. Man weiß jedoch, dass es zum Teil angeborene Fehlbildungen gibt und Skoliosen auch durch Muskel- und Nervenschädigungen durch Unfälle hervorgerufen werden können. Für die meisten Skoliosen trifft dies jedoch nicht zu. Man spricht dabei von sogenannten idiopathischen Skoliosen, wobei 90 Prozent der Krankheitsfälle in diese Kategorie fallen.

Wie behandelt man diese Deformation der Wirbelsäule?

Skoliose - seitliche Verdrehung

Skoliose – seitliche Verdrehung

Grundsätzlich wird bei der Behandlung abgesehen von der Ursache nach dem Grad der Skoliose unterschieden und nach dem Alter des Betroffenen. Die medizinische Therapie greift dabei zunächst mit Krankengymnastik ein, später eventuell mit der Anbringung eines Korsetts, um die Neuausrichtung der Wirbelsäule zu stabilisieren. In schweren Fällen ab 40° Cobb hilft – wenn die konservativen Behandlungsmöglichkeiten erschöpft sind – nur eine versteifende Wirbelsäulen-Operation.

Eine Operation verfolgt dabei folgende Ziele: Aufrichtung der Verkrümmung, Beseitigung der Verdrehung der Wirbel und Einsteifen der Wirbelsäule für einen dauerhaften Behandlungserfolg. Vor allem Skoliosen, die frühzeitig entdeckt werden, haben dabei eine gute Prognose, womit nochmals unterstrichen werden soll, welche Bedeutung der Früherkennung zukommt.

Da Untersuchungen auf Skoliosen in Deutschland nicht zu den Standard-Untersuchungen gehören, sollten Eltern und Lehrer verstärkt darauf achten, um dem Kind oder dem Jugendlichen einen späteren Leidensweg zu ersparen. Bei Skoliosen handelt es sich um eine weitgehend unentdeckte Gefahr, die aber umso gravierendere Auswirkungen haben können.


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2 Gedanken zu “Informationen und Tipps bei Rückenschmerzen

  • Dominik

    Wow, das ist wirklich ein super und ausführlicher Beitrag.

    Ein paar Sachen kannte ich schon. Als Krankenpfleger, der ohne Umlagerungshilfen arbeiten muss, sollte man früh anfangen was gegen Rückenschmerzen zu tun. Ich werde auf jeden Fall einiges aus dem Beitrag ausprobieren.

    Vielen Dank und liebe Grüsse
    Dominik

    • aleisner Autor des Beitrags

      Hallo Dominik,
      ein Knochenjob, der Beruf als Krankenpfleger. Da kann man leider nicht immer so, wie man gerne wollte. Gerade da empfiehlt es sich, Rückenübungen und generell für den Rumpf etwas zu machen.
      LG
      André