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Es wird Zeit etwas zu verändern

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Der Schmerz kommt aus heiterem Himmel – Der Hexenschuss

Rueckenschmerzen - HexenschussPlötzlich tritt ein stechender Schmerz im Lendenwirbelbereich auf, häufig dann, wenn man eine ruckartige Bewegung gemacht hat, sich zu schweren körperlichen Belastungen ausgesetzt hat, unterkühlt ist oder einen Unfall hatte. Man kann sich nicht oder nur unter Schmerzen aufrichten und ist in der Bewegung stark eingeschränkt. Das Wort Hexenschuss (Fachausdruck: Lumbago) stammt aus dem alten Aberglauben, dass magischer Zauber solche Schmerzen verursache. Ursachen sind aber Einengungen oder Quetschungen von Nerven, die durch verspannte Muskeln oder Wirbelkörper aus dem Rückenmark austreten.

Gründe können ein gereizter Ischiasnerv, Verschleiß der Bandscheiben oder allgemeine Rückenprobleme sein. Die Schmerzen dabei sind zwar heftig, in der Regel aber harmlos. Sie können entweder auftreten, wenn man sich aufrichten will, oder aber bereits im Liegen und Sitzen Probleme bereiten. Hauptsächlich betroffen sind die Lendenwirbelgegend oder der untere Rücken. Die meisten Betroffenen sind zwischen 30 und 50 Jahre alt. Bei über 60-Jährigen versteift die Wirbelsäule und Hexenschüsse kommen seltener vor. In der Regel klingen die Beschwerden nach ein bis zwei Wochen ab.

Wenn Komplikationen auftreten
Klingt der Schmerz auch nach sechs Wochen nicht ab, sondern stellen sich Taubheitsgefühle oder sogar Lähmungserscheinungen  ein und strahlt der Schmerz bis ins Bein aus, dann ist eine ärztliche Behandlung notwendig. Gleiches gilt, wenn Probleme beim Harnlassen oder Stuhlgang auftreten. Es kann dann der Verdacht bestehen, dass es sich um einen Bandscheibenvorfall handelt, der den Ischiasnerv gereizt oder eingeklemmt hat. Eventuell abzuklären ist auch, ob das Problem überhaupt vom Rücken ausgeht oder nicht doch vom Becken oder Bauch aus. Aufklärung können Röntgenaufnahmen bringen, Blutuntersuchungen oder eine Magnetresonanztomographie. Auch die Patientengeschichte kann neben der ärztlichen Untersuchung Aufschluss geben. Dauern die Schmerzen länger als sechs Wochen an, sind sie nicht mehr akut, sondern chronisch.

Möglichkeiten der Behandlung
Ein gereizter Ischiasnerv kann in Form von Medikamenten wieder beruhigt werden, wobei Physiotherapie ebenso wichtig ist. Bei einem Bandscheibenvorfall müssen durch Physiotherapie die betreffenden Muskeln so trainiert werden, dass sie die Funktion der Bandscheibe langfristig übernehmen können. Je nachdem, was die Ursache der Schmerzen ist, kann es auch zu einer Operation an der Wirbelsäule kommen, um die Komplikationen zu beseitigen. Anschließende Krankengymnastik hat die Funktion, Rücken- und Bauchmuskulatur so zu kräftigen, dass weitere Schmerzen vermieden werden. Die Physiotherapie bzw. Krankengymnastik ist dabei über einen längeren Zeitraum auszuführen, um die gewünschten Resultate zu zeitigen.