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Es wird Zeit etwas zu verändern

Fitness- und Gesundheitstraining - Es wird Zeit etwas zu verändern

Kohlenhydrate: Mythos und Realität

Mineralstoffe und BallaststoffeIm Zuge des Low-Carb-Trends, d.h. dem Ernährungs-Trend der reduzierten Kohlenhydrat-Aufnahme, sind Kohlenhydrate ziemlich in Verruf geraten als überflüssige Dickmacher. Ganz so einfach ist es jedoch nicht, denn Kohlenhydrate liefern dem Körper wichtige Energie. Ernährungswissenschaftler empfehlen, dass etwa 50 Prozent der Nahrungsaufnahme aus Kohlenhydraten bestehen sollte. Etwa 5 bis 6 Gramm je Kilogramm Körpergewicht (am Normalgewicht gemessen!) sollten es sein. Wiegt man mehr als das Normalgewicht, sollte man allerdings nicht automatisch mehr Kohlenhydrate essen. Letztere sind aber essenziell: Beispielsweise das Gehirn
verbraucht einen großen Teil der Kohlenhydrate und kann
ohne diese nicht richtig funktionieren.

Dabei sind Kohlenhydrate im Prinzip Zucker, wobei es allerdings unterschiedliche Arten gibt. Sogenannte Einfachzucker wie Traubenzucker und Zweifachzucker wie Haushaltszucker liefern sehr schnell Energie. Vielfachzucker wie pflanzliche oder tierische Stärke hingegen müssen erst vom Körper gespalten werden, damit ihm die Energie zur Verfügung steht. Dabei wird der Zucker im Körper in Glykogen umgewandelt, das in Muskeln und Leber gespeichert wird. Bei komplexen Kohlenhydraten wie Vielfachzucker steigt der Blutzuckerspiegel nur langsam an. Zu bevorzugen sind deswegen natürliche Kohlenhydrate wie Obst, Getreide oder Gemüse. Denn diese beinhalten neben den Kohlehydraten auch wichtige Vitamine, Spurenelemente, Mineralstoffe und Ballaststoffe. Weißes Mehl oder weißer Zucker hingegen haben diese wertvollen Inhaltsstoffe nicht, es handelt sich hierbei um sogenannte leere Kohlenhydrate oder leere Kalorien, die den Blutzuckerspiegel schnell ansteigen lassen, was vor allem für Menschen mit Diabetes sehr ungünstig ist. Ernährt man sich auf Dauer ausschließlich von solchen Produkten wie Weißmehl, Kuchen, etc., dann treten Mangelerscheinungen auf. Tückisch ist, dass auf vielen Lebensmittelverpackungen lediglich die Menge an Kohlenhydraten angegeben ist; häufig verbergen sich dahinter aber Einfach- oder Zweifachzucker.

Was passiert bei einer erhöhten Närstoffaufnahme

Wenn der Körper mehr Zucker erhält als die Speicherkapazitäten von Muskeln und Leber fassen können, dann wandert dieser in die Fettdepots: Man nimmt logischerweise zu. Es sollte also zum einen darauf geachtet werden, dass man nicht mehr Kohlenhydrate zu sich nimmt als empfohlen, zum anderen sollte es sich um komplexe Kohlenhydrate handeln wie Vollkornbrot oder Vollkornnudeln zum Beispiel. Kohlenhydrate sind demnach aber nicht grundsätzlich „böse“, wie es manche Ernährungstrends glauben machen wollen, sondern es kommt vielmehr auf die Menge und die Art an. Kohlenhydrate sind ein wichtiger Bestandteil der Ernährung ohne die unser Organismus Mangel leiden würde. Bei einer ausgewogenen Ernährung mit überwiegend komplexen Kohlenhydraten spricht dabei bei einem gesunden Menschen auch nichts dagegen, mal ein Stück Kuchen oder einen Schokoriegel zu essen. Es ist allerdings sehr wichtig, bewusst Maß zu halten.

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Wie entsteht Heißhunger?

Heißhunger - ÜbergewichtHeißhunger auf Deftiges oder Süßes – viele kennen das Phänomen. Problematisch ist Heißhunger, weil dann unkontrolliert gegessen wird und Gewichtszunahme entsteht oder das Abnehmen nicht gelingt. Ursache von Heißhunger ist immer eine Unterzuckerung. Der Zuckerspiegel im Blut ist zu weit gesunken und der Körper reagiert mit vermehrtem Appetit. Wurde etwa viel Süßes gegessen und vom Körper vermehrt Insulin ausgeschüttet, dann sinkt der Blutzuckerspiegel und es entsteht erneut Heißhunger.

Seelische und körperliche Ursachen

Wer oft Nahrung mit Süßstoff zu sich nimmt, der sorgt dafür, dass dem Körper suggeriert wird: Achtung, Zucker kommt! Daraufhin schüttet der Körper Insulin aus, was zu Heißhunger führt, denn de facto kommt keine Energie.

Dies ist der Grund, warum light-Getränke keine Alternative sind. Auch Fruchtsäfte enthalten viel Fruchtzucker, der im Körper das Gleiche auslöst. Viele industriell gefertigte Produkte sind außerdem mit reichlich verstecktem Zucker versehen. Auch hier herrscht zunächst Überzuckerung im Körper, um dann in einen zu niedrigen Blutzuckerspiegel zu münden. Andere verkneifen sich das Essen, um Kalorien zu sparen. Abends reagiert der Körper mit Heißhunger. Es kann daher sein, dass man dann letztlich mehr Kalorien zu sich nimmt, als wenn man normal gegessen hätte. Gleiches gilt, wenn man sich überwiegend von Fast Food ernährt, weil diese Produkte den Appetit nicht stillen, sondern die Gier nach mehr hervorrufen.

Heißhunger kann auch seelische Ursachen haben. Wird etwa eine Diät durchgeführt, die Zucker untersagt, kann es sein, dass der Körper mit vermehrtem Hunger nach Süßem reagiert. Manche Menschen sind auch sogenannte Frustesser. Sind sie gestresst oder es geht ihnen psychisch schlecht, dann greifen sie nach Nahrung. Dieser Automatismus kann sich verselbständigen. Ein Faktor ist sicher auch die allgegenwärtige Werbung. Schokoriegel, Waffeln oder Pralinen werden überall angeboten und begünstigen diesen Prozess.

Kann man Heißhunger vorbeugen?

Die beste Methode ist, sich regelmäßig und ausgewogen zu ernähren. Sogenannte leere Kohlenhydrate sollten vermieden werden, wobei es nicht ratsam ist, sich bestimmte Lebensmittel ganz zu verbieten. Dennoch sättigen komplexe Kohlenhydrate wie Vollkornbrot und Eiweiß länger als Schokolade. Um aber keinen Süßhunger entstehen zu lassen, ist es ratsam, sich Süßes einzuteilen.

Mögliche Folgen von Heißhunger

Wird der Körper immer wieder mit zu viel Zucker überschwemmt, kommt er irgendwann mit der Insulin-Produktion nicht mehr nach. Dann kann der Diabetes mellitus entstehen, der nur behandelt aber nicht geheilt werden kann.