Sport ist gesund, hält fit und jung – keine Frage. Doch es gibt auch Situationen im Leben eines Menschen, in denen man von sportlichen Betätigungen absehen sollte. Bei einer solchen Situation handelt es sich um eine Grippe bzw. einen grippalen Infekt.
Jeder Mensch kennt es: Die Nase läuft, der Hals kratzt und man fühlt sich allgemein schlapp und erschlagen. Die Knochen und Glieder schmerzen und man hat den Eindruck, man wäre sprichwörtlich von einem LKW überfahren worden.
Welche Folgen drohen bei Sport während einer Erkältung?
Grundsätzlich muss man natürlich zwischen einer Erkältung und der echten Grippe, Influenza, unterscheiden. Während eine herkömmliche Erkältung in der Regel nach ein bis zwei Wochen vollständig auskuriert ist, erstrecken sich die Symptome einer echten Grippe über mehrere Wochen hinweg. Betroffene klagen hierbei über dauerhaft hohes Fieber. Natürlich gehören von einer Grippe Betroffene in ärztliche Behandlung und keinesfalls auf den Joggingpfad oder ins Fitnesscenter. Doch auch eine herkömmliche Erkältung schwächt den Körper und sollte vollständig auskuriert werden, ehe man sich erneut sportlichen Betätigungen widmet. Durch die Erkältung ist das Immunsystem des Körpers sehr geschwächt. Größere Anstrengungen belasten die Körperabwehr zusätzlich, sodass sich aus einem harmlosen Infekt eine Bronchitis, eine Angina oder im schlimmsten Fall eine Herzmuskelentzündung bilden kann. Ausruhen und Bettruhe sind bei einer Erkältung somit oberstes Gebot, auch für den Sportler.
Symptome einer Herzmuskelentzündung
Da die Anzeichen einer Herzmuskelentzündung oftmals unspezifisch sind, fällt es schwer, die Krankheit zu diagnostizieren. Herzstolpern, Herzrasen und Brustschmerzen sind typische Symptome einer Herzmuskelentzündung. Besteht der Verdacht auf eine solche Erkrankung, kann nur eine Blut- respektive Ultraschalluntersuchung beim Kardiologen eine sichere Diagnose bringen. Eine Herzmuskelentzündung wird in der Regel durch Viren ausgelöst, die sich im ganzen Körper ausbreiten können und schließlich auf das Herz übergreifen. Durch das geschwächte Immunsystem sind den Viren sprichwörtlich Tür und Tor geöffnet.
Bei Herzmuskelentzündung: Mehrere Monate Pause einplanen
Kommt es im Zuge einer Erkältung tatsächlich zu einer Herzmuskelentzündung, kann sportliche Betätigung im schlimmsten Fall tödliche Konsequenzen haben. Damit Komplikationen vermieden werden können, ist es auch nach einer Erkältung sehr ratsam, auf die Signale des Körpers zu achten und sich im Verdachtsfall direkt an einen Arzt zu wenden. In nahezu jedem vierten Fall eines plötzlichen Herztodes bei Sportlern unter 35 Jahren wird als Todesursache eine Herzmuskelentzündung angegeben. Liegt eine solche Entzündung des Herzmuskels vor, muss der Sportler mit einer Pause von mehreren Monaten rechnen. Jedoch sollte dieser Verzicht einem das eigene Leben wert sein.
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