Die ideale Trainingsintensität finden, ist gar nicht so einfach wie man denkt! Oft überlasten Anfänger ihren Körper und erschöpfen Ihre Muskeln so sehr, dass der Körper nicht mehr in gesunder Balance ist. Dabei müssen sich Sportler nur die Trainingsprinzipien vor Augen führen, die auf biologisch natürlichen Gesetzmäßigkeiten beruhen und die Grundlage für ein funktionierendes Fitnesstraining darstellen.
Man muss sich das dabei so vorstellen, dass der Körper sich in einer ständigen Balance befindet, der sogenannten Homöostase. Absolviert man jedoch ein intensives Kraft- oder Ausdauertraining , kommt es in der Regel zu einem überschwelligen Trainingsreiz und das Prinzip der Superkompensation tritt in Kraft – der Körper ist nicht mehr in einem natürlichen Gleichgewicht, der sogenannten Heterostase.
Nun ist nach Sporteinheiten, vor allem bei ungeübten Sportlern wichtig, dass eine Zeit der Regeneration eingehalten wird, sonst reagiert der eigene Bioorganismus mit nicht gesunden Überfunktionen und der Trainingseffekt ist gleich null. Wollen Sie die Muskeln aufbauen und Ihre Ausdauer verbessern, ist es demnach sehr wichtig, nach der ersten Überkompensation den richtigen Zeitpunkt für den nächsten Belastungsreiz zu erkennen. Profisportler und Personal Trainer können Ihnen dabei weiterhelfen: Eine wirkungsvolle Trainingsbelastung beruht auf dem Gesetz der progressiven Belastungssteigerung. Bei Belastungsreizen, die über eine längeren Zeitraum gleich bleiben, passt sich der Körper so an, dass gleichbleibende Reize nicht mehr überschwellig stark wirken oder sogar unterschwellig werden. Deshalb ist es für ein weiteres effizientes Sportprogramm erforderlich, die Trainingsbelastung in gewissen Zeitabständen zu steigern.
Außerdem ist das Reizschwellengesetz ein wichtiger Faktor in einem effizienten Training: Damit das Training zu wirken beginnt, muss die Belastung eine bestimmte lntensitätsschwelle überschreiten, da der Körper sonst nicht positiv reagiert. Hierbei spielt die Balance wieder eine wichtige Rolle – ein unterschwelliger Reiz bleibt wirkungslos, ein überschwelliger, zu starker Reiz schädigt das System. In der Mitte liegt die Wahrheit! Der individuelle Schwellenwert hängt dabei stark von dem Trainingsstand des jeweiligen ab.
Zu guter Letzt spielt auch die Trainingsvariation zur gesunden Herstellung der Homöostase eine entscheidende Rolle. Im Personal Training wird deutlich, dass durch Veränderung des Belastungsreizes der Muskelaufbau besser gefördert wird. Dazu gehört die Variation der Intensität, der Trainingsinhalte, der Bewegungsdynamik sowie der Pausengestaltung.

Deichroller sagt:
Toller Artikel! Zu wenig Regeneration kann sogar zu Übertraiing führen, sodass der Trainingseffekt sogar negativ wird, Stichwort: Negative Superkompensation. Um das zu überprüfen sollte man bspw. seinen Ruhepuls überprüfen. Wenn der mal höher als gewohnt ausschlägt, kann das an zu früh gesezten Trainingsreizen liegen. Nach welchen Formeln berechnest Du die Intensitätsstufen für den Puls (Ausdauersport)?
Personal Trainer Kiel sagt:
Danke für Dein Lob
Du greifst mir mit zwei Sachen vorweg
Beides Themen zu denen ich in den kommenden Tagen etwas schreiben werde. Wenn ich damit nicht Deine Fragen beantwortet habe, kannst Du sie mir gerne noch mal stellen.
Deichroller sagt:
Super, ich lese hier eh regelmässig.